Geboren am 1.4.1730 in Zürich; gestorben am 2.3.1788 in Zürich.
Geßner war Sohn eines Verlegers und Buchdruckers. Nach dem Schulbesuch in Zürich
und Unterricht bei Hauslehrern ging er 1749 nach Berlin als Lehrling in der Spenerschen
Buchhandlung. Diese Stellung verließ er bald, versuchte sich in der Malerei und
schrieb Gedichte. 1750 reiste er zurück über Halberstadt (Besuch bei
Gleim, dabei begegnete er Klopstock),
Hamburg, Amsterdam und Straßburg. Bis 1760 arbeitete er im Verlag seines Vaters
(Redaktion der Wieland, der von 1752 bis 1759 in Zürich lebte. 1761, mit
seiner Heirat, trennte er sich vom Verlag seines Vaters und trat als Teilhaber bei Orell,
Geßner und Comp. ein; daneben war er Teilhaber einer Porzellanfabrik (1763). 1765 wurde
er Mitglied der Zürcher Stadtregierung, zunächst im großen Rat, 1767 im
kleinen Rat; 1768 wurde er Obervogt bzw. Bezirksrichter in Erlenbach bei Zürich (in
diesem Jahr war die Familie Mozart, auf einer Konzertreise in Zürich, bei ihm zu Gast).
1769 zog er sich wegen einer schweren Erkrankung von allen Geschäften zurück; erst
1772 übernahm er wieder die Redaktion der Goethe ihm einen Höflichkeitsbesuch ab; im folgenden Jahr
begegnete er bei einem Kuraufenthalt Wilhelm Heinse. 1781 wurde er
Oberaufseher über den stadteigenen Sihlwald. Im Juli 1784 besuchte ihn Sophie von
La Roche.
Werke u.a.: